Sr.Monika

Sr. M. Monika (Berta) Rogg

gestorben am 23. Juli  2019

 

Sr. Monika wurde am 25. Oktober 1940 als fünftes Kind der Eheleute Matthias und Maria Rogg im schwäbischen Buchloe geboren und am 30. Oktober 1940 auf den Namen Berta getauft. Sie wuchs mit insgesamt neun Geschwistern auf, von denen bereits zwei im Kleinkindalter verstarben. Ein lebenlang verband die Geschwister eine sehr innige und herzliche Beziehung.

Von 1946 bis 1954 besuchte Berta die achtjährige Volksschule in ihrem Heimatort. Danach arbeitete das Mädchen ein Jahr als Kindergartenhilfe. Anschließend wurde sie von 1954 bis 1957 in der städtischen Berufsschule in Kaufbeuren im Bereich Hauswirtschaft unterrichtet und ausgebildet. In dieser Zeit erwarb sie sich Kenntnisse in der Kinder- und Krankenpflege. Des Weiteren nahm sie im November 1957 am sog. Mütterbildungslehrgang des katholischen Frauenbundes erfolgreich teil. Bereits im Jugendalter zeichnete sich bei Berta die Bereitschaft ab, sich für den Nächsten einzusetzen und anderen zu helfen.

Durch ihre beiden Tanten mütterlicherseits, die bereits verstorbenen Schwestern, M. Giselinde und M. Crysantha, kannte die junge Frau die Ordensgemeinschaft der St. Josefskongregation in Ursberg und deren Auftrag. Wie ihre beiden Tanten wollte sie sich in den Dienst am Nächsten stellen, um darin Christus nachzufolgen. Der Einsatz für Menschen mit Behinderungen lag ihr am Herzen.

So bat Berta Rogg am 01.08.1960 um Aufnahme ins Kloster. Am 19. März 1962 trat sie ins Noviziat der Ursberger Schwesterngemeinschaft ein und erhielt den Ordensnamen M. Monika. Am Josefstag 1964 legte die junge Schwester die zeitliche Profess ab und drei Jahre später versprach sie Christus auf Lebenszeit nachzufolgen.

Zu Beginn des Ordenslebens wurde Sr. Monika in verschiedenen Wohngruppen in der Pflege und Versorgung von Menschen mit Behinderungen eingesetzt. Von 1963 bis 1965 besuchte sie den Krankenpflegekurs in St. Camillus und schloss diesen erfolgreich ab. Als Krankenschwester arbeitete sie anschließend bis 1968 bei Menschen mit schweren Behinderungen in St. Vinzenz.

Ab Juni 1968 wurde das Heilbad Krumbad ihr neues Wirkungsfeld. Die Sorge um das geistliche und seelische Wohl der dortigen Kurgäste wurde Sr. Monika zur Herzens- und Lebensaufgabe. Als Bademeisterin, Krankenschwester und Fußpflegerin lernte sie nicht nur die körperlichen Beschwerden der Kurgäste kennen, denen sie Linderung verschaffte, sondern auch so manche seelische Not. In ihrer mütterlichen und fürsorgenden Art kümmerte sie sich um ihre Mitmenschen und trug deren Sorgen im Gebet vor Gott.

Dass zur Gesundung des Menschen nicht nur die medizinische und pflegerische Kunst zählt, sondern auch eine Umgebung, in der man sich wohl und geborgen fühlt, war Sr. Monika bewusst. Zusammen mit vielen Helfern und Helferinnen verstand sie es, den Alltag der Kurgäste durch verschiedene Angebote wie Theater-, Faschings-, Musikveranstaltungen und vieles mehr aufzulockern und aufzuheitern. Dafür schlüpfte sie auch selbst und so manche Mitschwester in verschiedene Theaterrollen, um ihre Mitmenschen mit der schauspielerischen Fähigkeit und selbst verfassten Gedichten zum Lachen zu bringen.

Den seit langem bestehenden guten Kontakt zur Gemeinde und Pfarrei Edenhausen pflegte sie und baute ihn aus. im Laufe der Jahre entstanden viele weitere wertvolle Kontakte, wie z. B. zu Familie Held, welche die Gäste im Krumbad immer wieder mit ihrer Musik erfreute.

1998 wurde Sr. Monika das Amt der Konventoberin für den Schwesternkonvent im Heilbad Krumbad und somit die Sorge für ihre Mitschwestern übertragen. Neben der Fürsorge für diese, war es Sr. Monika immer wichtig eine gute Beziehung zu den jeweiligen Geschäftsführern und den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krumbades zu pflegen.

Trotz eigener gesundheitlicher Beschwerden, begleitete Sr. Monika und ihre Mitschwestern den im Krumbad lebenden Jesuitenpater Theo Schmidkonz, als dieser schwer erkrankte.

In den letzten Monaten zeichnete sich ab, dass die körperlichen Kräfte von Sr. Monika aufgebraucht waren. Immer wieder wurden Krankenhausaufenthalte notwendig und der gesundheitliche Zustand verschlechterte sich zunehmend. Innerlich auf die Begegnung mit ihrem Herrn vorbereitet, ging Sr. Monika im Krankenhaus Weißenhorn in den frühen Morgenstunden des 23. Juli 2019 heim in die ewige Herrlichkeit.